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Abschied von Paul Ayen


08. Dezember 2025
Autor: Nico Makowe

Abschied von Paul Ayen

Mit großer Dankbarkeit und tiefer Trauer nehmen wir Abschied von Paul Ayen, der am 26. November 2025 mit 88 Jahren im Kreise seiner Familie von uns gegangen ist. Mit ihm verlieren wir einen Menschen, der das Mössinger Turnen über viele Jahre mitgeprägt und mit Leben erfüllt hat.

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Bild 1: Paul (2.von links hinten) mit der Männermannschaft zum 50jährigen Jubiläum der Spvgg Mössingen 1954

Paul gehörte zu jenen, die bereits 1946, unmittelbar nach dem Krieg, das Männerturnen in Mössingen wieder zum Leben erweckten. Die Teilnahme am Landesturnfest 1955 in Ulm und am Deutschen Turnfest 1958 in München markierten frühe Höhepunkte seines sportlichen Wirkens und wurden für ihn zum Beginn einer lebenslangen Turnfestbegeisterung. Für Paul war es selbstverständlich, an den regelmäßig stattfindenden Turnfesten teilzunehmen – selbst im Seniorenalter fühlte er sich in seiner Turnerfamilie zu Hause und teilte gern die Gemeinschaft im Massenquartier, eine Tradition, die er bis ins hohe Alter pflegte.

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Bild 2: Noch mit 68 Jahren turnte Paul auf dem Deutschen Turnfest 2005 in Berlin

Ein besonderer Glücksfall – nicht nur für ihn, sondern auch für die Mössinger Turnabteilung – war seine Ehe mit Erika. Als ihre Töchter Sylvia und Evi früh Freude am Turnen fanden, verlagerte Paul Anfang der 1970er-Jahre sein Engagement in das Mädchenturnen. Unter seiner motivierenden und einfühlsamen Leitung entstand eine vielversprechende junge Riege, die bis in die frühen 1980er-Jahre das Geschehen im Turngau Achalm maßgeblich prägte. Mit seiner dritten Tochter Yvonne, der „Nachzüglerin“, durfte er später weitere schöne Erfolge feiern.

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Bild 3: Paul mit der Mössinger Frauenriege Anfang der 80er Jahre

Nach einer längeren Pause im Bereich des Frauenturnens ist es heute Yvonne, die – gemeinsam mit einem engagierten Trainerteam – die Erfolgsgeschichte fortschreibt. Ihre Tochter Greta Schuster gehört der neu formierten Ligamannschaft an, was Paul mit Freude erfüllte. Auch seine talentierten Enkel Jakob und Matthis Schuster schafften den Sprung bis ins Landesligateam der Männer. Paul verfolgte all diese Entwicklungen mit Stolz und beständiger Anteilnahme – auch als regelmäßiger Trainingsgast in der Jahnhalle und gelegentlich mit einem fachkundigen Tipp.

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Bild 4: Paul unterstützte seine Enkel beim Mehrkampffinale 2024 in Mössingen

Den direkten Aufstieg der Frauenriege in die Bezirksliga Mitte November konnte er krankheitsbedingt nicht mehr persönlich miterleben.

Mit seinem Tod verlieren wir einen Menschen, der mit Leidenschaft, Herzlichkeit und unermüdlichem Engagement ein Stück Turngeschichte geschrieben hat. Paul Ayen wird uns in seiner besonderen, unverwechselbaren Wesensart sehr fehlen. Seine Spuren bleiben – in seiner Familie, in der Turnabteilung und in unseren Herzen.


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